Schlachtung dort, wo die Tiere leben
Die Idee einer vollmobilen Schlachtung von Schafen und Ziegen entstand aus meiner täglichen Arbeit mit den Tieren.
Für mich gehört zu einer verantwortungsvollen Tierhaltung nicht nur die Haltung und Versorgung bis zur Schlachtung. Auch der letzte Weg eines Tieres sollte möglichst ruhig, stressarm und unter guten Bedingungen stattfinden.
Genau hier setzt meine Idee der vollmobilen Schlachtung an.
Kurze Wege statt unnötiger Transporte
Ein Tier, das seinen vertrauten Haltungsbereich verlassen muss, erlebt Transport und eine ungewohnte Umgebung anders als ein Mensch.
Mit einer mobilen Schlachtmöglichkeit soll die Schlachtung deshalb möglichst nah am jeweiligen Tierhaltungsbetrieb stattfinden können.
Die Tiere müssen dadurch nicht für die Schlachtung über größere Entfernungen transportiert werden.
Für mich ist das ein wichtiger Bestandteil eines ganzheitlichen Verständnisses von Tierwohl.
Eine Idee aus der Praxis
Die Idee für dieses Projekt ist aus der praktischen Schafhaltung heraus entstanden.
Ich möchte eine Lösung entwickeln, die nicht nur theoretisch funktioniert, sondern den tatsächlichen Anforderungen kleiner und mittlerer Schaf- und Ziegenhaltungen gerecht werden kann.
Dabei müssen viele Bereiche miteinander verbunden werden:
- Tierwohl
- Hygiene
- Lebensmittelrecht
- Arbeitsabläufe
- technische Ausstattung
- Kühlung und Verarbeitung
- behördliche Anforderungen
wirtschaftliche UmsetzbarkeitDie mobile Schlachtung soll deshalb nicht einfach ein „Schlachtanhänger“ sein, sondern ein durchdachtes Gesamtkonzept.
Gemeinsam aus einer Idee ein Projekt entwickeln
Die Idee für die vollmobile Schlachtung ist aus meiner eigenen praktischen Arbeit mit Schafen und Ziegen entstanden.
Für die weitere Entwicklung des Vorhabens arbeiten wir mit URIA e.V. und Kommune Zukunft zusammen. Durch diese Zusammenarbeit können unterschiedliche Erfahrungen und Perspektiven in das Projekt einfließen. Gemeinsam wird die ursprüngliche Idee weiterentwickelt und Schritt für Schritt zu einem tragfähigen Konzept ausgearbeitet.
Dabei steht für uns im Mittelpunkt, eine Lösung zu entwickeln, die den Anforderungen an Tierwohl, Hygiene, Lebensmittelrecht und praktische Umsetzbarkeit gerecht wird.
Die Zusammenarbeit soll dabei nicht nur die Umsetzung des eigenen Vorhabens ermöglichen. Perspektivisch soll daraus eine Lösung entstehen, die auch für weitere Schaf- und Ziegenhalter in der Region interessant sein kann.
Mehr als eine Lösung für den eigenen Betrieb
Von Anfang an war mein Gedanke, dass eine solche mobile Schlachtmöglichkeit nicht ausschließlich meinem eigenen Betrieb dienen sollte.
Gerade kleinere Schaf- und Ziegenhaltungen stehen vor der Herausforderung, ihre Tiere unter guten Bedingungen und mit möglichst kurzen Wegen schlachten zu lassen.
Eine mobile Lösung könnte deshalb perspektivisch auch für weitere Tierhalter in der Region interessant sein.
Damit könnte aus einer Idee, die ursprünglich aus meinem eigenen Betrieb entstanden ist, ein regionales Projekt für mehr Tierwohl und regionale Wertschöpfung werden.
Ein Projekt mit langfristigem Anspruch
Die Umsetzung einer vollmobilen Schlachtung ist anspruchsvoll und muss viele Anforderungen miteinander verbinden. Deshalb entwickeln wir das Projekt Schritt für Schritt.
Nicht entscheidend ist, wie schnell ein Anhänger fertiggestellt wird. Entscheidend ist, dass am Ende eine Lösung entsteht, die fachlich, rechtlich, hygienisch und praktisch funktioniert.
Mein Ziel ist eine Schlachtmöglichkeit, bei der das Tierwohl nicht erst am Ende berücksichtigt wird, sondern bereits bei der Konzeption eine zentrale Rolle spielt.
„Die Idee entstand aus der täglichen Arbeit mit meinen Tieren. Mein Ziel ist es, daraus eine Lösung zu entwickeln, die den Tieren und den Menschen gerecht wird.“